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oralphase: direkt aus der zahnpastatube 



Nachdem ich erste nicht schulische Malerfahrungen während meiner Mexikoreise im 2011 machte, dauerte es nicht lange bis zur Entstehung von Noitulover Alaviv. “Direkt aus der Zahnpastatube” steht für den Abschluss der ersten freudschen Phase von Noitulovers künsterlischer Entwicklung. Während der sogenannten Oralphase entstanden hauptsächlich experimentielle Gesichtsporträits mit Hauptfokus auf die weiblichen Rundungen. Da die Oralphase bekanntlich kurzlebig ist, hat sich zumindestens der quantitaive Output in Grenzen gehalten. Trotzdem haben doch einige Bleistifte ein ähnliches Schicksal erlebt, wie Bäume neben einem Biberdamm.


einige meiner ersten Arbeiten

Ich habe während einer Reise durch Mexiko im Sommer 2011 mit dem Zeichnen aus der Not heraus angefangen, nachdem mir der Fotoapparat gestohlen wurde. Zum Glück vermochte ein guter alter Freund meinerseits Verständnis für meine unglückliche Situation aufbringen und beglückte mich kurzerhand mit einem Notizbuch. Darauf kaufte ich ein paar Bleistifte und legte los. 


Ich hatte vorher eigentlich nie wirklich gezeichnet aufgrund meiner weniger als aufregenden Erfahrungen in Kunstkursen während meiner Kindheit. Meine Lehrer hatten jeweils sehr spezifische Vorstellungen wie Kunst sein sollte und haben mich schon in jungem Alter mit meinen Erwartungen nicht entsprechenden Noten abgestraft. Dies vermochte ich damals nicht zu verkraften und erstickte nicht nur meine künstlerischen Talente sondern auch meine Leidenschaft schon früh im Keim. Gleiches passierte in der Musik. Meine grosse Leidschaft wurde bereits im zarten Alter von 9 Jahren zerstört, als ich ein schlechte Note erhielt. Daraufhin habe ich nie mehr gesungen.


Folglich ist die Geburt des Künstlers Noitulover sowohl ein Versuch eine verlorene Leidenschaft wiederzuentecken, als auch die Verarbeitung eines Kindheitstraumas.


Die Bilder zur Linken zeigen die Stadt Bern sowie zwei Zeichnungen aus Mexiko (San Cristobal und la catedral de Guadalajara).


Im Gegenzeil zu den anderen freudschen Phasen endete die Oralphase nicht in einer Ausstellung, da sie sich schlussendlich direkt aus der Zahnpastatube herauskristallisierte. Zudem ist nicht klar, wann die Oralphase überhaupt ihr Ende fand (wie bei den meisten von Noutulovers Phasen). Nichtsdestotrotz sind die paar Arbeiten der Öffentlichkeit zugänglich und können unten begutachtet weden.